Wissen

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                                                                                                          Rosengeranie

 

Die Rosengeranie zählt zu der Pflanzenfamilie der Geraniaceae, der Storchschnabelgewächse. Sie ist in Südeuropa und Nordafrika beheimatet und stammt ursprünglich aus Südafrika. Es gibt ca. 200 verschiedene Arten und nur wenige werden für die Gewinnung von ätherischen Ölen verwendet. Für 1 kg ätherisches Öl werden bis zu 800 kg Blätter benötig. Die Gewinnung erfolgt durch Wasserdampfdestillation. Die Inhaltsstoffe sind dem Rosenöl ähnlich, jedoch wesentlich preiswerter. Seine ausgleichende Wirkung ähnelt dem Lavendel und bringt vorallem den weiblichen Hormonhaushalt in Balance. Es wirkt antimykotisch, antiviral, entstauend und ist sehr hautpflegend, regenerierend und entspannend.

 

In 50 ml. Trägeröl 15 Tr. Rosengeranie ergibt ein rosig duftendes Gesichts-  oder Körperpflegeöl.

 

Literatur: Sabine Herber, Eliane Zimmermann: Aromatherapie für die Frau, 2019;

Eliane Zimmermann: Aromatherapie für Pflege - und Heilberufe, 2018

 

Hände berühren

 

Hände berühren, greifen zu, tragen Lasten. Sie sind unser Handwerkszeug. Täglich benutzen wir sie ohne darüber nachzudenken. Jeder hat andere Hände und eine ganz eigene Art sich damit auszudrücken.

 

Hände kann man nicht verstecken. Sie sind ehrlich. Sie drücken Gesten aus und helfen uns bei der Verständigung. Wie befremdlich sind mir antrainierte Gesten.

 

Han Kang läßt die Hauptfigur in ihrem Roman "Deine kalten Hände" erzählen: "Wenn ich Menschen kennenlernte, hatte ich schon seit Langem die Angewohnheit, erst auf das Gesicht und dann auf die Hände zu sehen. Bei genauer Betrachtung ihrer Bewegungen kann ich etwas davon erspüren, was für ein Mensch sich hinter dem Gesicht verbirgt. Hände sind wie ein zweites Gesicht. Sie bewegen sich, zittern und versprühen Gefühle."[1]

 

Wenn wir unsere Hände benutzen, beachten wir sie oft nicht weiter. Erst wenn wir eine Wunde haben oder Schmerzen, merken wir, wie wichtig sie für uns sind und das die kleinste Bewegung und Handlung nicht mehr selbstverständlich sind. Jeder von uns kennt das.

 

Dann suchen wir nach Crems, Tinkturen und wollen Abhilfe schaffen und das möglichst schnell. Dass die Haut, ihre Zeit zum Heil werden braucht, wollen wir nur ungern akzeptieren.

 

Pflanzenöle sind wunderbare Hauthelfer - von Natur aus. Sie haben Inhaltsstoffe die unser Organismus kennt und die wir deshalb gut aufnehmen können. In den kaltgepressten, reinen Pflanzenölen sind viele verschiedenen Inhaltsstoffe der Pflanze enthalten. Sie gelangen in die tieferen Schichten der Haut und werden dort aufgenommen und verstoffwechselt. Sie fördern die Hautflora und die Zellneubildung und wirken zugleich antimikrobiell.2 Das Aloe Vera Öl wirkt kühlend, glättend und feuchtigkeitsregulierend, stärkt das Immunsystem und regt den Lymphfluss an. Wenn Sie dem Pflanzenöl ein ätherisches Öl z.B. Lavendel dazu geben, erhöht sich die Wirkung, sei es zur Unterstützung von Wundheilung oder zur Linderung von Juckreiz oder um einfach ruhiger und ausgeglichener zu werden.3

 

Aber Vorsicht bei der unbedachten Anwendung von ätherischen Ölen. Machen Sie sich immer klar, dass diese hochkonzentrierte Pflanzenextrakte sind. Nur sehr wenige Öle dürfen direkt auf die Haut aufgetragen werden. Außerdem helfen Ihnen die Zertifizierungen bei der Orientierung und beim Kauf der Produkte. Der Lavendel zählt zu den unbedenklichen ätherischen Ölen und fasziniert durch seine Vielfältigkeit.

 

Claudia Schlosser

 



[1] Han Kang; Deine kalten Hände; München 2019, Aufbau, S.80

 

2 Ruth von Braunschweig; Pflanzenöle, Wiggensbach 2018,Stadtelmann

 

3 Kurt Ludwig Nübling; Aromatherapie für Einsteiger, Burgrain 2013, KOHA